Mein Traum – ein Auslandsjahr in den USA

Auslandsjahr in USA
Dieser Artikel handelt von meinem Jahr als Au Pair in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die detaillierte Erzählung meiner Reise soll Euch helfen, einen genauen Eindruck von solch einem Jahr zu bekommen und dient ebenso dazu, von meinen Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten. In diesem Beitrag erfahrt Ihr alles über die Vorbereitung, den Ablauf und die Einzelheiten meines Auslandsjahres.

So hat es begonnen

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo ich überhaupt anfangen sollte. Ein sehr großer Teil meines noch nicht langen Lebens hat sich um dieses Erlebnis, um diesen Traum, um diese Erfahrung gedreht. Als es dann letztendlich Zeit war, das so lang erwartete und erträumte Kapitel aufzuschlagen, konnte ich nicht glauben, dass es tatsächlich passiert.
Mein Name ist Davyd Kucherskyy und ich erzähle Euch von meinem Auslandsjahr in den USA und meinen damit verbundenen Lebensabschnitten und Ereignissen.
Ich kann nicht genau sagen, wann ich angefangen habe von den Vereinigten Staaten zu träumen. Ich denke ich war da ungefähr 12 Jahre alt. Auch weiß ich nicht, welcher Teil meiner Kindheit mich geprägt hat, oder mich in die Richtung gelenkt hat, so intensiv und fasziniert davon zu träumen nach Amerika zu gehen. Wie sich herausgestellt hat, war dieser Traum nur der Anfang, aber dazu später mehr…
Als ich angefangen habe, in Gedanken an Amerika zu versinken, war ich mitten in meiner Schulzeit und konnte nicht viel machen um diesen Wunsch, den größten den ich je hatte, zu verwirklichen. Weder konnte ich die Schule abbrechen, noch meine Eltern dazu zu bewegen nach Amerika ziehen. Ich wusste mir selber nicht wirklich zu helfen und das Erreichen dieses Zieles schien mir unmöglich.
Als ich in der zehnten Klasse war, bin ich mit der Suche nach verschiedensten Möglichkeiten letzten Endes auf ein so genanntes „Highschool year abroad“ gestoßen. Ich habe mir fast alle Informationen dazu zusammengesammelt, die es nur geben konnte. Ich war so fasziniert von dem Gedanken, ein ganz normales Schuljahr durch eines in den Staaten ersetzen zu können, dass ich es nicht erwarten konnte, ein Informationsmeeting der Organisation „Education First“ zu besuchen, die genau das anbieten.

Zu dem Zeitpunkt war ich 16 Jahre alt und wusste, dass ich nicht wie viele andere meine Schule fertig machen wollte, um dann artig für jemanden arbeiten zu gehen. Ich wollte mein Leben auch wirklich leben, und nicht in einer für mich schon immer langweiligen Umgebung bleiben. Ich musste weg, und zwar schnell…
Angekommen bei dem Meeting in dem Essener „Welcome Hotel“, begrüßten mich die Leiter des Informationsabends äußerst freundlich und baten mich, Platz zu nehmen. Ein großer Moment in meinem Leben, wenn ich an diesen Abend zurückdenke. Ich sitze also da und höre gespannter, interessierter und aufmerksamer zu, als in meinen neuneinhalb vergangenen Schuljahren. Alles was diese Organisation angeboten hat ist eins zu eins das gewesen, wovon ich die ganzen letzten Jahre geträumt habe. Ich war so begeistert, dass ich mir schon während des Meetings anfing auszumalen, wie mein „year abroad“ wohl so aussehen würde.
Leider war dieser äußerst aufregende und überwältigende Zustand nicht von langer Dauer, denn am Ende des Informationsabends kam das Thema auf, was ich vor lauter Aufregung und Träumerei völlig vergessen hatte: Das Geld.
10.000,00 € hätte die Organisation für die Programmgebühren verlangt. So viel Geld, allein für die Gebühren. Da waren die Mittel, die ich das Jahr über gebraucht hätte, gar nicht mit einkalkuliert. Kleidung kaufen, Reisen, Taschengeld für allgemeine Ausgaben, etc. waren da gar nicht mit enthalten. Das wären für das Jahr noch einmal zusätzlich ungefähr 5.000,00 € gewesen.
15.000,00 €. Eine unvorstellbare und unentbehrliche Summe, die nicht so schnell aus meinem Kopf ging. Der Moment als diese Summe genannt wurde, war damals das erste richtige und große Problem in meinem noch so jungen Leben. Ein sehr starker Rückschlag, wenn man bedenkt, dass es das erste war, was ich in meinem Leben richtig stark wollte.
Enttäuscht und traurig wie nie zuvor, verließ ich das Gebäude des „Welcome Hotels“ und machte mich auf den Heimweg.
Die neusten Erkenntnisse hinterließen mich zwar unfassbar angeschlagen, jedoch kam es mir nicht mal in den Sinn daran zu zweifeln, einen Weg zu finden meinen Traum zu verwirklichen.
Auch wenn das Thema „Amerika“ damals einen großen Platz in meinem Kopf einnahm, war es an der Zeit mir zu überlegen, welchen Weg ich nach der 10ten Klasse gehen wollte.
Da mein Vater ein Kaufmann ist, was mir ein positiven Eindruck von diesem Berufsfeld verschaffte, entschloss ich mich letzten Endes dazu, ein Fachabitur im Bereich „Wirtschaft und Verwaltung“ zu machen. Ich machte also mein Fachabitur, während das Thema „USA“ zu meinem Bedauern immer mehr und mehr in den Hintergrund rutschte.

Freie Bühne für Macher

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